Anleger wünschen verständliche und neutrale Beratung

Nach einer repräsentativen Umfrage von TNS Sofres, die im Auftrag von Fidelity International in 11 Ländern durchgeführt wurde, wünschen sich die Deutschen bei der Geldanlage vor allem eine ehrliche und verständlichere Beratung, Offenlegung von Kosten sowie eine neutrale Produktauswahl, die sich nicht nur auf die hauseigenen Produkte beschränkt. Der Studie zufolge sind die Deutschen durch die Finanzkrise kritischer und anspruchsvoller geworden, sie verlangen mehr Transparenz, bevor sie ein Vertrauensverhältnis zu einem Anlageberater aufbauen.

Christian Wrede von Fidelity International Deutschland erklärt, dass es bei der Beratung zur Altersvorsorge noch Lücken gibt, obwohl gerade in diesem Bereich ein Vertrauensverhältnis zwischen Kunde und Berater "essentiell" sei. Die Finanzbranche sei nun gefordert, dies zu berücksichtigen und ihre Anlageberatung unter diesem Aspekt neu zu definieren.

Für die Deutschen ist die Beratung durch einen qualifizierten Experten bei der Geldanlage sehr wichtig. Fast die Hälfte der Anleger hat sich bei seiner letzten Investition auf die Empfehlung seines Beraters verlassen. In Dänemark, Frankreich und Italien wird der Beratung ein noch höherer Stellenwert zugesprochen. Umso wichtiger ist, dass diese dann auch in verständlicher Form erfolgt, was jedoch viele der Befragten bemängeln.

Geschrieben am 14.April 2010 von mh, Bild: Pixelio/ P. Kirchhoff