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Direct Line mit erstem Jahresgewinn seit Bestehen
Erstmals seit seinem neunjährigen Bestehen hat der Autoversicherer Direct Line im Jahr 2010 schwarze Zahlen geschrieben. Medienberichten zufolge dürfte sich darüber vor allem die Royal Bank of Scotland freuen, denn die britische Mutter von Direct Line strebt einen Verkauf der Versicherungstöchter an.
Wie die Financial Times Deutschland berichtet, hat die Autoversicherung der Direct Line seiner britischen Obergesellschaft 700.000 Euro überwiesen - eine postiive Wende, musste die Royal Bank of Scotland 2009 noch mit 4,7 Millionen Euro aushelfen. Der vollständige Geschäftsbericht für das Jahr 2010 ist auch im Direct Line Blog zu finden.
Bemerkenswert sei das positive Ergebnis dem Bericht zufolge vor allem deshalb, weil sich der Direct Line-Konkurrent Admiral, der ebenfalls eine britische Mutter hat, wegen mangelnden Erfolgs vom hart umkämpften deutschen Markt zurückgezogen hat. Laut Financial Times verkauften die Briten ihre deutsche Niederlassung an die Itzehoer, während die niederländische Direktversicherung 2010 sogar Insolvenz anmeldete.
Das positive Ergebnis der Direkt Line resultiere aus den deutlichen Kostensenkungen des Unternehmens, sagte Vorstandschef Uwe Schumacher der Financial Times. Des Weiteren habe Direct Line bei den Kapitalanlagen durch den Verkauf älterer Anleihen, die einen höheren Zins aufweisen, 3,3 Millionen Euro zusätzlichen Gewinn aufweisen können. Weiter heißt es in dem Bericht, Direct Line machte 2010 auf eigene Rechnung 11 Millionen Euro technischen Verlust. Dieser habe 2009 noch bei 18 Millionen Euro gelegen. Dahingegen stiegen die Prämieneinnahmen um 6,8 Prozent von 141 Millionen Euro auf 151 Millionen Euro.