Erbfallkostenpauschalbetrag nur einmal möglich

Der Bund der Steuerzahler in Berlin weist darauf hin, dass der so genannte Erbfallkostenpauschbetrag nur einmal pro Erbfall gewährt wird. Dies gilt nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes auch dann, wenn es mehrere Erben gibt (Az.: II R 31/08).

Erben dürfen verschiedene Kosten, die durch den Tod des Erblassers entstanden sind, bei der Erbschaftssteuer geltend machen. Dazu gehören z.B. Kosten für die Bestattung, die übliche Grabpflege und einen angemessenen Grabstein. Auch die Kosten, die dem Erben unmittelbar durch die Abwicklung, Regelung oder Verteilung des Erbes entstehen, sind abzugsfähig.

Der Erbfallkostenpauschalbetrag liegt aktuell bei 10.300 Euro, der ohne Nachweis abgezogen werden kann - allerdings pro Erbfall nur einmal und nicht pro Erben einmal. Ursprünglich sollte der Betrag vor allem die Bestattungskosten decken, die sich natürlich nicht mit zunehmender Anzahl der Erben vervielfachen, sondern ein einmaliger Posten bleiben. Deshalb entspricht die einmalige Anrechnung des Pauschalbetrages voll und ganz dem Sinn und Zweck der Regelung.

Geschrieben am 14.Juni 2010 von mh, Bild: Pixelio/ Thorben Wengert