Erhöhtes Krebsrisiko durch Handynutzung

Immer wieder wurde darüber diskutiert, ob die Strahlung von Handys gefährliche Auswirkungen auf den menschlichen Organismus, speziell das Gehirn, hat. Mobilfunkanbieter verneinten dies, doch die Gerüchte blieben. Nun hat eine Langzeituntersuchung, die unter Aufsicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchgeführt wurde, zum ersten Mal wissenschaftlich einen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und der Entstehung von Hirntumoren nachweisen können.

Wie die britische Zeitung "Daily Telegraph" berichtet, soll die Studie ein "signifikant erhöhtes Risiko für verschiedene Hirntumore im Zusammenhang mit einer Handynutzung von 10 oder mehr Jahren" nachgewiesen haben. Noch wurden keine konkreten Zahlen genannt, sie sollen aber in Kürze in einem wissenschaftlichen Magazin veröffentlicht werden.

Bei der Langzeitstudie wurden rund 12.800 Menschen in 13 Ländern über 4 Jahre hinweg zu ihren Handynutzungsgewohnheiten befragt. Unter den Befragten befanden sich sowohl gesunde Personen als auch Tumorpatienten.

Geschrieben am 26.Oktober 2009 von mh, Bild: Pixelio/knipseline