Jugendliche wissen wenig über Altersvorsorge

Eine heute veröffentlichte TNS Infratest-Umfrage unter 2500 jungen Leuten im Alter von 17 bis 27 Jahren ergab, dass junge Leute offenbar immer noch wenig über Altersvorsorge wissen. Zwar behauptete mehr als ein Drittel, zu wissen, was die Riester-Rente und die betriebliche Altersvorsorge bedeutet, aber nur 12% haben von grundlegenden Begriffen wie z.B. der Bruttoentgeltumwandlung jemals gehört. Die Umfrage wurde im Auftrag von dem Versorgungswerk der IG Metall und des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall durchgeführt.

Viele Jugendliche und junge Leute haben auch Sorge wegen ihrer Altersversorgung: 61% haben Angst davor, dass sie im Rentenalter nur eine Mindestversorgung erhalten, bei jungen Frauen ist diese Sorge weiter verbreitet als bei Männern. Zwar gaben 78% der Befragten an, dass sie so viel Geld wie möglich für ihre Altersvorsorge zurücklegen möchten, aber damit wollen sich auch - im Umkehrschluss - 22% der Jugendlichen nicht mit der Vorsorge fürs Alter beschäftigen.

51% der Jugendlichen gab an, regelmäßig zu sparen, während 31% ab und zu Geld beiseite legen und 16% überhaupt nicht sparen. Nach den Gründen für das Sparen gefragt, gaben die meisten größere Anschaffungen und die Vorsorge für unvorhersehbare Lebenssituationen an. An dritter Stelle der Spargründe steht die Altersvorsorge.

Experten glauben, dass viele Jugendliche nicht ausreichend vorsorgen, weil sie einfach nicht genügend Geld zur Verfügung haben. Jugendforscher Klaus Hurrelmann bezeichnet die Ergebnisse der Umfrage als "sehr ernüchternd und beunruhigend". Er plädiert dafür, dass ein Schulfach eingeführt wird, dass für die "Ökonomische Bildung" der Jugendlichen sorgt und ihre Fähigkeiten und Kenntnisse in Finanzthemen erhöht.

Geschrieben am 06.Mai 2010 von mh, Bild: Pixelio/ Frank Ulbricht