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Kaum noch neue Versicherungsabschlüsse
Auf das Versicherungsgeschäft hat sich die Finanzkrise inzwischen ebenfalls massiv ausgewirkt, nach Aussage des Präsidenten des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), Michael Heinz in der "Welt", läuft das Geschäft "katastrophal". 2008 wurden 800.000 Lebensversicherungen weniger abgeschlossen als im Jahr zuvor, die größten Verluste mussten die Kapitallebensversicherungen mit einem Rückgang Einbruch von 21% hinnehmen. Auch Renten- und Pensionsversicherungen (27,8% weniger) und Berufsunfähigkeitsversicherungen (10,1% weniger) und Risikoversicherungen (8,1% weniger) wurdem im vergangenen Jahr deutlich weniger neu abgeschlossen.
Experten gehen davon aus, dass sich dieser Einbruch auch im ersten Halbjahr 2009 fortgesetzt hat, ein Beispiel ist der Einbruch der Neuabschlüsse von Riester-Renten, der im ersten Quartal bei 16% lag. Diese Entwicklung gibt Anlass zur Sorge, denn die genannten Versicherungen sind immens wichtig und schützen vor finanziellem Ruin oder sichern den Lebensstandard im Alter.
Versicherungskunden, die in finanziellen Schwierigkeiten stecken, sollten auf keinen Fall ihren Vertrag kündigen, sondern stattdessen lieber den Kontakt zum Versicherer suchen. Die Anbieter gewähren in der Regel ohne Probleme eine Stundung der Beiträge oder setzen den Vertrag bis zu einem Jahr lang aus. Bei Lebensversicherungen besteht auch die Möglichkeit, die Policen zu beleihen. Egal, welchen Weg man wählt, er ist oft günstiger als den Vertrag und damit nicht nur den Versicherungschutz zu kündigen, sondern auch das bereits eingezahlte Geld zu verlieren.