Kaupthing-Kunden müssen weiter auf Einlagen-Erstattung warten

[img_assist|nid=362|title=Kaupthing-Kunden müssen weiter auf Einlagen-Erstattung warten|desc=|link=none|align=left|width=150|height=34]Nachdem das Gläubigertreffen der isländischen Kaupthing Bank in Reykjavik ohne verbindliche Zusagen endete, müssen die rund 30.000 betroffenen deutschen Anleger auch weiterhin auf die Erstattung ihrer Einlagen warten. Zwar versprach der staatlich eingesetzte Zwangsverwalter Olafur Gardarsson den deutschen Sparer, sie zu entschädigen, aber er nannte den rund 250 anwesenden Gläubigern keinerlei Einzelheiten darüber, wie und vor allem wann die Auszahlung ablaufen soll.

Für die Bedienung der deutschen Kunden seien 330 Millionen Euro nötig, von denen laut Gardarsson bereits 80% vorlägen. Das im Ausland vorhandene Vermögen der Kaupthing Bank soll nun eingetrieben werden, damit die gestrauchelte Bank die geprellten Sparer aus eigener Kraft auszahlen kann. Unter anderem gibt es ein von der deutschen DZ Bank eingefrorenes Guthaben in Höhe von 55 Millionen Euro und auch die deutsche Tochter Kaupthing Edge soll noch Spareinlagen besitzen.

Der Zugriff auf das im Ausland befindliche Vermögen ist jedoch schwierig, da die DZ Bank selbst noch offene Forderungen gegenüber Kaupthing hat. Die Finanzaufsicht BaFin hat außerdem über Kaputhing Edge einen Auszahlungsstopp verhängt, über den Gardarsson nun verhandeln will. Laut einem Sprecher der BaFin wird der Auszahlungsstopp jedoch nur unter der Bedingung aufgehoben, dass sichergestellt sei, dass von einer Quotenregelung abgesehen wird und tatsächlich alle deutschen Kunden ihr gesamtes Geld zurückerhalten.

Kaupthing benötige einen weiteren Zahlungsaufschub von neun Monaten, erklärte Gardarsson weiter, ansonsten müsste die Bank bereits in der nächsten Woche alle Aktivitäten einstellen. Für die deutschen Kaputhing-Kunden bedeutet dies eine weitere, ungewisse Wartezeit.

Geschrieben am 07.Februar 2009 von mh