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Langfristige Verluste durch sichere Geldanlagen
Einer Studie des Instituts für Vermögensaufbau (IVA) und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) zufolge schaden sich Anleger mit sicheren Geldanlagen langfristig selbst. DSW-Geschäftsführer Ulrich Hocker erklärt, dass Anleger, die bei ihrer langfristigen Vermögensplanung auf Anlageformen wie Sparbücher, Fest- oder Tagesgeld setzen, Schritt für Schritt ihre Ersparnisse verlieren.
Hierzulande würde ein niedriges Risiko immer einer höheren Rendite vorgezogen werden. Viele Anleger erkennen deshalb den Nutzen von Wertpapieren für die private Altersvorsorge nicht, kritisiert Hocker. Diese Situation sei durch die Finanzkrise noch einmal verschärft worden, ein Großteil der Ersparnisse der Deutschen sei in Sichteinlagen oder Termingeldern angelegt, so Hocker und verweist auf eine entsprechende Statistik der Bundesbank.
Hocker bezeichnet eine risikolose Geldanlage auf längere Sicht als "absoluter Irrweg". Rechenbeispiele würden belegen, dass die mittelfristige Inflationserwartung und die Abgeltungssteuer dazu führen, dass Sparer unterm Strich bis zu einem Viertel ihrer Ersparnisse verlieren. Außerdem würden die Anleger, die rein auf sichere Geldanlagen setzen, keine Erfahrung zur richtigen Chanceneinschätzung sammeln können. So passiere es leichter, dass sie auf unseriöse Produkte mit unrealistischen Renditeversprechungen hereinfallen.