Langzeitarbeitslose werden arme Rentner

Aus einer Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen über die Neurentner des Jahres 2007 geht hervor, dass nur jeder dritte ältere Mensch aus einer stabilen Beschäftigung in Altersrente geht. Das meldet die Stiftung Warentest.

Ältere Menschen, auf die dieses zutrifft, erhalten eine durchschnittliche Altersrente von 1029 Euro im Monat. Im Gegensatz dazu erhalten Langzeitarbeitslose, die aus der Arbeitslosigkeit in Rente gehen, im Durchschnitt gerade einmal 726 Euro Rente pro Monat. Im letzten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung wird die Armutsrisikoschwelle für Alleinlebende mit 781 Euro monatlich angegeben. Damit liegt die durchschnittliche Altersrente von Langzeitarbeitslosen noch unter dieser Schwelle.

Der Studie zufolge finden viele Langzeitarbeitslose diese geringe Rente dennoch "attraktiv". Grund: Nach einer kargen sozialen Sicherung während der Arbeitslosigkeit haben sie nun "immerhin einen individuellen Anspruch ohne Bedürftigkeitsprüfung" auf die Rente.

Geschrieben am 26.Februar 2010 von mh, Bild: Pixelio/Jerzy