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Neue Produktinformationen für Geldanlagen geplant
Die großen deutschen Banken wollen als Reaktion auf die Mahnungen von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) ihren Kunden zukünftig neue Informationsblätter für ihre Finanzprodukte anbieten.
Medienberichten zufolge plant z.B. die Postbank neue "Beipackzettel" für ihre 500.000 Depotkunden, die HypoVereinsbank will eigenen Angaben zufolge bis zum Frühjahr ein "Maßnahmepaket" erarbeiten, "das über das Spektrum eines reinen Produktinformationsblattes hinausgehen wird". Die ING Diba gibt ihren Kunden schon seit September 2009 entsprechende Informationsblätter aus, die Deutsche Bank seit letzter Woche. Die Sparkassen wollen laut ihrem Verband DSGV ihre derzeitigen Informationsblätter überarbeiten und miteinander zu harmonisieren.
Aigner forderte im Januar Produktinformationsblätter für Geldanlagen, aus denen die Chancen und Risiken der einzelnen Geldanlageformen ersichtlich werden. Ziel dieser Blätter sei es, dass der normale Verbraucher auf den ersten Blick erkennt, wie sicher eine bestimmte Geldanlage ist und ob es bei dieser Anlageform womöglich zum Totalverlust des angelegten Kapitals kommen kann. Aigner drohte, entsprechende Produktinformationen notfalls per Gesetz zu erzwingen.
Wie der "Tagesspiegel" berichtet, arbeitet auch der Bundesverband deutscher Banken momentan an einem Muster für Produktinformationsblätter, das bis Ende März fertig sein soll. Damit soll erreicht werden, dass sich die Informationsblätter der einzelnen Banken dann nicht mehr wesentlich unterscheiden, sondern leichter miteinander zu vergleichen sind.