Privatbanken wollen Stabilisierungsfonds unterstützen

Am Montag teilte der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken, Andreas Schmitz, mit, dass man die Pläne der Bundesregierung für einen Stabilisierungsfonds unter staatlicher Kontrolle für in die Krise geratene Banken unterstütze. Schmitz betonte, dass sich im Grunde alle Unternehmen an der Finanzierung eines solchen Fonds beteiligen sollten. Dazu gehören auch Versicherungen und die Eigentümer der Banken, der Staat sollte seiner Ansicht nach nur im Notfall einspringen.

Als Ziel nannte Schmitz "Marktschonung statt Eigentümerschonung". Der im Oktober 2008 eingeführte Sonderfonds SoFFIN, der angeschlagene Finanzunternehmen mit frischem Kapital versorgen sollte, könne die Basis für einen Stabilisierungsfonds sein. Über die Höhe des Fonds machte Schmitz keine konkrete Angaben, nur, dass er eine Summe unterhalb eines dreistelligen Milliardenbetrags für realistisch hält.

Schmitz zieht nach eigenen Angaben einen nationalen Fonds einem internationalen vor, hält es aber für sinnvoll, wenn sich verschiedene nationale Fonds im Krisenfall zusammenschließen. Für einen europaweiten oder internationalen Topf sieht Schmitz die Voraussetzungen nicht erfüllt. Eine Beteiligung der Versicherungen an dem Fonds wird von diesen vehement abgelehnt, da die Branche die Krise nicht verursacht und auch keine staatlichen Mittel in Anspruch genommen habe.

Geschrieben am 15.März 2010 von mh, Bild: Pixelio/ Thommy Weiss