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Steigende Strompreise durch erhöhte Ökostromumlage
Vor allem aufgrund der Atomkatastrophe in Japan hat sich die Bundesregierung für den kompletten Atomausstieg bis zum Jahre 2022 ausgesprochen. Laut Aussagen von Experten ist dadurch aber auch mit einer weiteren Erhöhung der Strompreise für den Verbraucher durch einen Anstieg der Ökostrom-Umlage zu rechnen.
Ursprünglich hatte das Bundesumweltministerium angekündigt, dass es für das Jahr 2012 eher von einer sinkenden Umlage ausgehe. Jedoch war im August das Umlagekonto der Netzbetreiber, auf das die Umlagezahlungen gehen, mit etwa 450 Millionen Euro im Minus. Um zu verhindern, dass sie auch im kommenden Jahr in Vorleistung gehen müssen, ist damit zu rechnen, dass sich die Umlage für den Verbraucher, die für 2012 von den vier Übertragungsnetzbetreibern am 14. Oktober bekannt gegeben wird, sich weiter verteuern wird. Zusammen mit dem Ausbau des Stromnetzes, dessen Kosten auch auf den Verbraucher umgelegt werden, sei angesichts dieser Entwicklung mit steigenden Strompreisen für das Jahr 2012 zu rechnen.
Paradoxerweise ist diese Entwicklung vor allem auch auf die steigende Nachfrage an Ökostrom zurückzuführen. Denn die Ökostromumlage stellt die Differenz aus der sogenannten Einspeisevergütung, welche im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt ist, und dem an der Strombörse in Leipzig erzielten Strompreis dar. Sinkt der Strompreis an der Börse, erhöht sich dadurch die Umlage, welche eingeführt wurde, um den Ausbau von erneuerbaren Energien voranzutreiben.
Um den steigenden Kosten entgegenzuwirken, lohnt sich für den Verbraucher in jedem Fall ein Strompreisvergleich. Abhängig von Wohnort und durchschnittlichem Jahresverbrauch in Kilowattstunden, kann sich für den Nutzer eine nicht nur geringe Ersparnis durch das Vergleichen und Wechseln des Stromanbieters ergeben. Dies ist vor allem deshalb zu emphelen, weil auch in Zukunft eine Erhöhung der Strompreise zu erwarten ist.