Strengere Regeln für Bonus-Zahlungen

Am Dienstag hat das Kabinett ein gesetz verabschiedet, das Bonuszahlungen an Bank- und Versicherungsmanager strenger regeln soll. Die Höhe der Boni soll zukünftig deutlich stärker vom Erfolg des Unternehmens abhängen. Bonuszahlungen, die erfolgsunabhängig, ausgezahlt werden oder die Mitarbeiter daz animieren, hoch spekulative Geschäafte zu tätigen, können demnach als unzulässig erklärt werden. Grundsätzlich dürfen Boni ab Oktober nur noch maximal zur Hälfte aus Barauszahlungen bestehen, der Rest muss den Mitarbeitern in Form von Aktien oder anderen Wertpapieren ausgegeben werden.

Auch die Eingriffsrechte der Finanzaufsichtsbehörde BaFin wird gestärkt: Ihr soll es zukünftig erlaubt sein, Bonuszahlungen zu kürzen oder sogar komplett zu verbieten, wenn die Bank in Schieflage geraten ist.

Der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans erklärte dazu in Berlin, dass die bisherigen Vergütungsstrukturen andere Schwerpunkte gehabt hätten. Sie seien "eher auf kurzfristige Erfolge ausgerichtet, sanktionierten dabei Misserfolge aber unzureichend" fasst er die Kritik an dem bisherigen System zusammen. Die Folge davon war eine zu große Risikobereitschaft, die letztlich zu der weltweiten Finanzkrise beigetragen habe.

Das neue Gesetz soll als Konsequenz auf die Finanzkrise verstanden werden. Wie die "Süddeutsche" berichtet, halten sich die meisten großen deutschen Banken nach eigenen Angaben aber bereits freiwillig an die neuen Vorgaben.

Geschrieben am 13.Februar 2010 von mh, Bild: Pixelio/S. Hofschlaeger