Tipps für Studienkredite

Die Stiftung Warentest hat 68 Angebote von Studienkrediten getestet und kommt zu dem Ergebnis, dass derzeit die Zinsen für Studienkredite immer noch sehr günstig sind. Im Vergleich zu dem bereits vor zwei Jahren durchgeführten Test gibt es jetzt allerdings weniger Angebote. Auch sind die Unterschiede zwischen den Anbietern groß: Während der günstigste Kredit von der staatlichen Förderbank KfW 3,72% Zinsen verlangt, liegt der höchste Zinssatz bei der Deutschen Bank bei 7,73%.

Bei einem Studienkredit wird die Kreditsumme nicht zu Beginn des Darlehens in einer Summe, sondern über die Studiendauer hinweg in Monatsraten ausgezahlt. Wie hoch diese monatlichen Raten sind, kann der Kreditnehmer selbst festlegen, maximal beträgt sie 800 Euro. Nach der Auszahlungsphase folgt eine Ruhephase von ein oder zwei Jahren, anschließend beginnt die Darlehensrückzahlung und zwar unabhängig davon, ob der Absolvent eine Anstellung gefunden hat und wie hoch sein Einkommen ist.

Deshalb rät die Stiftung Warentest die Kreditsumme sorgfältig zu kalkulieren und nicht zu üppig ausfallen zu lassen. Es ist zu empfehlen, dass nur für besonders aufwändige Studienphasen (z.B. Examenszeiten) ein Darlehen aufgenommen wird. Dann können auch Kredite der Darlehenskassen der örtlichen Studentenwerke in Anspruch genommen werden. Ihre Vorteile bestehen darin, dass sie oft zinslos vergeben werden und nur moderate Abschlussgebühren erhoben werden. Allerdings müssen die Studierenden hierfür einen Bürgen benennen.

Beim Vergleich der verschiedenen Angebote sollte nicht nur auf den Effektivzins geachtet, sondern auch die weiteren Konditionen berücksichtigt werden. Wichtig zu wissen ist u.a. ob der Zinssatz fest oder variabel ist, wann er fällig ist und ob die Höhe der Auszahlraten geändert werden kann.

Geschrieben am 24.August 2010 von mh, Bild: Henry Klingberg/ pixelio.de