Traum von Eigenheim wird teurer

Bei der Höhe der Nebenerwerbskosten von Immobilien liegt Deutschland im europäischen Vergleich ganz weit vorn. Doch damit nicht genug, jetzt müssen sich zukünftige Eigenheimbesitzer auf noch größere finanzielle Belastungen einstellen. Während Sachsen-Anhalt schon die Grunderwerbsteuer angehoben hat, kündigte auch Bremen das gleiche an. In der "Welt" bezeichnete der Präsident des Verbands Wohneigentum, Hans Rauch, dies als herber Rückschlag für die selbst nutzenden Wohneigentümer und die gesamte Immobilienwirtschaft in Sachsen-Anhalt". Rauch befürchtet eine Verschärfung des Bevölkerungsschwunds in Sachsen-Anhalt.

Auch in Berlin und Hamburg wurde die Grunderwerbsteuer von bislang 3,5% auf 4,5% angehoben. Seit Herbst 2006 haben die Länder das Recht, die bis dahin vom Bund festgelegte Höhe dieser Steuer selbst festzulegen. Wenn nun auch noch Bremen nachzieht, bestünde die Gefahr, dass nach und nach auch alle anderen Bundesländer die Steuer ebenfalls anheben, sorgt sich der Geschäftsführer des Eigentümerverbands Haus & Grund, Stefan Walter. In der Folge wird der Eigenheimerwerb immer weniger attraktiv, so Walters Befürchtung.

Im internationalen Vergleich müssen Immobilienkäufer mit die höchsten Transaktionskosten stemmen - kein Wunder, dass hier nur 43% der Haushalte in den eigenen vier Wänden leben. Nur in der Schweiz leben noch weniger Haushalte im Eigentum. Zum Vergleich: In Norwegen und Spanien leben über 80% der Familien in eigenen Wohnungen oder Häusern.

Geschrieben am 05.März 2010 von mh, Bild: Pixelio/chocolat01