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Verbraucherschützer fordern bessere Finanzaufsicht
Gerd Billen, Chef des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, forderte anlässlich des Weltverbrauchertages vor zwei Tagen eine deutliche Verbesserung der Finanzaufsicht in Deutschland. Gegenüber der "Bild"-Zeitung erklärte er, dass hierzulande Dönerbuden besser kontrolliert würden als Finanzprodukte. Er kritisiert, dass verbraucherunfreundliche oder schädliche Produkte nicht von der Finanzaufsicht vom Markt genommen werden, wie es bei schlechtem Fleisch von der Lebensmittelüberwachung gemacht wird.
Ein weiterer Kritikpunkt sind die intransparenten Preisangaben bei Finanzprodukten. Provisions- und Verwaltungskosten würden häufig verschleiert werden und in vielen Fällen halte das Produkt nicht, was es verspricht. Das bezeichnet Billen als Skandal. Die bisherigen Produktinformationsblätter für Finanzprodukte bedürfen außerdem einiger Verbesserungen, hier seien klare und standardisierte Formblätter zu bevorzugen.
Aktuell sei die deutsche Finanzaufsicht mehr mit einem Flickenteppich zu vergleichen, heißt es weiter. Dabei dürfe, so Billen, kein Bereich des Marktes ohne Kontrolle bleiben. Sein Vorschlag ist ähnlich wie bei der Lebensmittelüberwachung auf in der Finanzaufsicht Kontrolleure einzusetzen, die rausgehen und mit den Verbrauchern sprechen. Dies könnte z.B. die Bundesbank tun, da sie nicht nur viele Beschäftigte, sondern auch viele regionale Niederlassungen besitzt und so auch die regionalen Märkte beobachten könnte.