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Vorsicht auch bei grünen Geldanlagen!
Die Verbraucherzentrale Thüringen weist darauf hin, dass Anleger auch bei "grünen" Geldanlagen auf die Risiken achten sollen. Denn so wie bei allen Geldanlagen gilt auch bei so genannten nachhaltigen Produkten, dass hohe Renditechancen immer mit hohen Verlustrisiken einhergehen.
Als aktuelles Beispiel hierfür nennt die Verbraucherzentrale die so genannten Genussrechte der "PROKON Capital GmbH". Das Unternehmen aus Itzehoe wirbt derzeit verstärkt mit Postwurfsendungen für ein Investment in Windkraftanlagen. Es werden Renditen von 8% pro Jahr versprochen und die Anlage als "Alternative zur Bank oder Lebensversicherung" beworben. Andreas Behn, Referent für Finanzdienstleistungen der Verbraucherzentrale Thüringen, erklärt, dass Besitzer von Genussscheinen einen Anspruch auf die Teilhabe am Geschäftserfolg des Unternehmens, aber kein Mitbestimmungsrecht haben. Bei dieser Anlageform gibt es keine Einlagensicherung, deshalb müssen Anlager im Falle einer Insolvenz des Unternehmens mit massiven finanziellen Verlusten rechnen, die bis zum totalen Wertverlust der Genussscheine reichen können. Doch auch ohne Insolvenz bleiben Genussscheine eine riskante Anlageform, da sie üblicherweise nur dann bedient werden, wenn das Unternehmen auch tatsächlich Gewinne abwirft.
Behn rät Anlegern dazu, vor jeder Anlageentscheidung sorgfältig zu prüfen, ob das betroffene Produkt auch tatsächlich mit den eigenen Bedürfnissen und Wünschen bezüglich Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit des angelegten Kapitals übereinstimmt. Die neue Broschüre "Klimabewusst Geld anlegen" der Verbraucherzentrale hilft Anlegern dabei, sich umfassend über das Thema nachhaltige Geldanlagen zu informieren. Auf 32 Seiten erfährt der Leser hier die Chancen und Risiken entsprechender Geldanlagen.