Gesetzliche Krankenversicherung Vergleich

Neben der Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung gehört die gesetzliche Krankenversicherung zum deutschen Sozialversicherungssystem.

Die Aufgabe der gesetzlichen Krankenversicherung besteht in der Erhaltung, Wiederherstellung und Verbesserung des Gesundheitszustandes der Versicherten. Dabei haben alle Versicherten generell den gleichen Anspruch auf Leistungen. Diese dürfen nicht das Notwendige überschreiten, müssen allerdings zweckmäßig, ausreichend und wirtschaftlich sein.

In der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es Pflichtversicherte, freiwillig Versicherte und Familienversicherte.
In der Pflichtversicherung werden Arbeitnehmer, Bezieher von Arbeitslosengeld/ Arbeitslosengeld 2, Wehr-/ Zivildienstleistende oder auch Rentner krankenversichert. Seit dem 1. April 2007 besteht Versicherungspflicht in der Krankenversicherung.

In die Familienversicherung fallen diejenigen Personen, die in der Regel keiner Beschäftigung nachgehen, aber verheiratet sind. Ist der Ehepartner über eine Beschäftigung oder auch Arbeitslosengeld pflichtversichert, kann der erwerbslose Partner familienversichert werden. Nicht erwerbstätige Kinder können bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres familienversichert werden, für Kinder in Ausbildung ist die Familienversicherung bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres möglich. Sobald ein Kind behindert ist und keine Möglichkeit hat, sich selbst zu unterhalten, ist es auch ohne Altersgrenze familienversichert. Die Behinderung muss dabei entweder seit Geburt vorliegen, mindestens aber während der Zeit der Familienversicherung eingetreten sein.

Für alle, die aus der Pflicht- oder Familienversicherung ausgeschieden sind, besteht die Möglichkeit der freiwilligen Versicherung. In der Regel versichern sich Selbständige oder Arbeitnehmer ab einer bestimmten Einkommensgrenze (so genannte Beitragsbemessungsgrenze) freiwillig. Grundsätzlich ist die Pflichtversicherung vorrangig.

Seit der Einführung des Gesundheitsfonds zum 1. Januar 2009 liegt der Beitragssatz in ganz Deutschland einheitlich bei 15,5 % (zum 1. Juli 2009 Senkung auf 14,9 %). Die Beiträge richten sich nach dem Arbeitsentgelt. Bei Beitragssteigerungen kann der Versicherte die Krankenkasse wechseln, was allerdings seit der Gesundheitsreform nur noch von Bedeutung ist, wenn zusätzliche Beiträge erhoben werden.

Siehe auch Private Krankenversicherung und Krankenzusatzversicherung

Anzeige:

Bild: Pixelio/Claudia Hautumm